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Geschichte - 1950 bis 2002

1950 bis 1990
Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg bis zur politischen Wende
1950 27. März - Eröffnung des IFA-Lehrkombinats im ehemaligen Hauptwerk in Zschopau. Im Laufe des Jahres kehren auch die Produktionsabteilungen aus Wilischthal nach Zschopau zurück und richten in den Hallen 6, 7, 13, 14, und 15 die Fertigung ein. Es werden 1.700 RT 125 produziert.
12. Juni - Gründung der Betriebssportgemeinschaft BSG Motor Zschopau. Leiter ist Albin Hennig.
Erster Export von 110 RT 125 in die Niederlande und 150 nach Norwegen. Ende des Jahres Bau eines Versuchsmodells der BK 350.
Mit einer RT 125 wird der 3. Platz in der gesamtdeutschen Straßenmeisterschaft dieser Klasse errungen.
1951 Erhart Krumpholz siegt als Spitzenfahrer mit der RT 125 bei mehreren Rennen. Er unterliegt auf der Solitude Ewald Kluge (DKW/Ingolstadt) nach hartem Rad-an-Rad Duell nur knapp.
Ab 1. Oktober darf laut ministerieller Weisung der Firmenname DKW nicht mehr verwendet werden.
1952 Anlauf der Produktion der BK 350 (Zweizylinder-Zweitakt-Boxermotor mit Kardanwellenantrieb, 15 PS) - Nullserie.
728 Arbeiter und Angestellte.
8.135 Motorräder (8.104 RT 125, 31 BK 350) gefertigt.
Erhart Krumpholz wird DDR-Meister der 125er-Klasse. Bernhard Petruschke gewinnt auf der durch Daniel Zimmermann verbesserten RT 125 ZPH mehrere Rennen.
1953 Das Lehrwerk wird dem Hauptwerk des VEB Motorradwerk Zschopau angeschlossen.
Bildung einer Rennabteilung unter Leitung von Walter Kaaden und mit den Fahrern Erhard Krumpholz, Horst Fügner und Siegfried Haase, zu denen später Bernhard Petruschke hinzu kommt. Vier Siege in der 125er-Klasse werden durch Fügner, Haase und Kaaden errungen.
1954 Inbetriebnahme der vollautomatischen Taktstraße zur Bearbeitung von Gehäusehälften. Fertigung einer verbesserten RT 125/1.
Fünf Siege mit den 125er-MZ-Rennmaschinen durch Krumpholz und Fügner. Einsatz einer 250 ccm Zweizylinder-Rennmaschine unter Siegfried Haase erstmals auf dem Sachsenring, zunächst noch ohne Erfolg.
Bau eines Kindergartens für die Kinder der Beschäftigten des Motorradwerkes.
1955 29.06. Rudolf Meixner (DDR-Meister im Motorradgeländesport) verunglückt in Isny/Allgäu tödlich.16.10. Erste Motorradgeländesport-Veranstaltung '"Rund um Zschopau". Horst Fügner wird DDR-Meister in der 125er-Klasse und Vizemeister mit der 250 ccm Maschine. Er erzielt auch einige internationale Erfolge.
1956 Mit Jahresbeginn kommt die RT 125/2 auf den Markt. Es erfolgt die Einführung der Firmenmarke "MZ" als Abkürzung von Motorradwerk Zschopau. Im Juni Beginn der Großserienfertigung der ES 250, ab Dezember der ES 175, außerdem des Gespannfahrzeuges E 300. Einbau der Motoren- und Radmontage-Bänder, sowie des alle Produktionsabteilungen durchlaufenden Kreisförderers. Der Einbau von Einlaufprüfständen bringt das Einfahren auf Straßen in Wegfall.
Neben Krumpholz und Fügner erzielt erstmals auch Degner einen Sieg mit der MZ-RE 125. Von 1951 an beteiligt sich MZ mit seinen Zschopauer Zweitaktern werkseitig am Motorradgeländesport, zunächst mit der RT 125 und der BK 350, später auch mit Modellen der ES-Typenreihe, die in der MZ-Sportabteilung wettbewerbsmäßig hergerichtet wurden. Bereits im ersten Jahr ihrer Teilnahme gelingen der MZ-Geländesportmannschaft 9 Klassensiege durch Fischer, Sprung, Liebe und Winkler.
1957 Umzug des Lehrwerks in die Betriebsstätte Waldkirchner Straße. 304 Lehrlinge werden in Metallberufen, 124 kaufmännisch ausgebildet. MZ-Versuchsingenieure testen einen Wankelmotor in der BK 351.
Die Beschäftigtenzahl ist auf 3.000 Arbeiter und Angestellte im MZ-Werk gestiegen.
Produktion: 35.045 RT 125/2, 5.410 ES 175, 10.050 BK 350, 4.040 ES 250.
Degener kann bei 7 nationalen und internationalen Rennen den Sieg in der 125er-Klasse erzielen. Horst Fügner siegt mit der MZ 250 ccm in Tubbergen.
1958 Weiterentwicklung der 125er MZ zur RT 125/3 und RT 125/4. Zur Jahreswende 1958/59 Übernahme der Gießerei Annaberg.
Neben Fügner und Degner wird der Schweizer Luigi Raveri für MZ bei Weltmeisterschaftsläufen eingesetzt, an denen sich MZ erstmals beteiligt. Durch Werner Musiol, Walter Brehme und Hans Fischer, die an die Stelle der alten MZ-Rennfahrergarde treten, stehen weitere talentierte MZ-Werksfahrer zur Verfügung. Fügner erringt auf der neuen MZ-RE 250 einen Grand Prix Sieg und die Vizeweltmeisterschaft. Neben 17 Goldmedaillen durch Fischer, Hermann und Stiegler holt sich Fischer im Motorgeländesport bei der Zwei-Tage-Fahrt in Suhl den Klassensieg.
1959 Die Produktion der BK 350 läuft aus. Von den insgesamt 41.000 gefertigten BK 350 gingen 6.000 in den Export, von den 35.000 in der DDR verkauften waren ca. 4.000 für den Anbau von Seitenwagen vorgesehen. Ende des Jahres begann auch eine Kleinserienproduktion von Geländemaschinen. Mit MZ-Rennmaschinen werden 17 Siege errungen, davon 5 von Degner, je 2 von Fügner und Brehme, Fügner stürzt in Spa-Francorchamps sehr schwer und muß seine Rennfahrerlaufbahn beenden. Auch ausländische Rennpiloten fahren die Zschopauer Rennzweitakter: Mike Hailwood, Gary Hocking, Derek Minter. Von den Motorradgeländefahrern, zu denen in diesem Jahr erstmals Werner Salevsky gehört, werden 37 Goldmedaillen geholt.
1960 In Hohndorf wird die MZ-Sportabteilung eingerichtet. Wieder gelingen den Fahrern auf den MZ-Straßenrennmaschinen 17 Rennsiege, davon 7 durch Degner, 6 durch Hans Fischer und 3 durch Werner Musiol, der auch DDR-Meister in der Klasse bis 250 ccm wird. Klaus Halser gewinnt die DDR-Meisterschaften im Motorgeländesport der Klasse bis 125 ccm. Zu den MZ-Geländesporterfolgen zählen 4 Klassensiege und 30 Goldmedaillen.
1961 01.10. Eröffnung des Zweitakt-Motorrad-Museums auf der Augustusburg, an dessen Entstehung Kundendienstleiter Rudolf Hiller große Verdienste hat.
Mit 12 Klassensiegen und dem Gesamtsieg bei der Österreichischen Alpenfahrt durch Werner Salevsky und bei der Internationalen Zweitagefahrt in Oerebro/Schweden durch Horst Liebe sowie 28 Goldmedaillen machen die Zschopauer Geländesportler immer nachdrücklicher auf sich aufmerksam. Nach erfolgreichem Verlauf der Straßenrennsaison für MZ bis zum Herbst (14 Siege durcch Brehme, Fischer, Musiol und Degner) macht Degner beim vorletzten Weltmeisterschaftslauf die Hoffnung auf den Gewinn der Weltmeisterschaft in der 125er Klasse zunichte, indem er das Triebwerk seiner MZ zerstört. Gekauft, verläßt er MZ und übergibt wichtige Konstruktionsunterlagen an Suzuki.
1962 Mit Jahresbeginn läuft die Produktion der RT 125 aus. In 12jähriger Produktion wurden 310.800 Motorräder dieser Type gefertigt, von denen 64.000 in den Export gingen. An ihre Stelle tritt die ES 125/150. Die ES 175/1 erschien wie die ES 250 mit verstärkter Motorleistung. 03.12. Inbetriebnahme der neuen Galvanik.
Die MZ-Straßenrennmannschaft kann durch Fischer, Brehme, Musiol, den Ungarn Szabo und erstmals Klaus Enderlein 15 Siege erringen. Auch die Geländesportler erreichen 7 Klassensiege und erneut den Gesamtsieg bei der Österreichischen Alpenfahrt durch Werner Salevsky.
1963 In der Polierschleiferei ist durch Einsatz mechanisierter Schleifeinrichtungen manuelle Fertigung weitgehend beseitigt. Es erfolgt der Einbau einer automatisierten Phosphatieranlage und einer Fließstraße mit elektrostatischer Lackierung und Infrarot-Trockenöfen.
In die 9 Siege der Straßenrennsportler auf MZ teilen sich Enderlein, Fischer, Musiol, Szabo und Mike Hailwood. Mit dem Gewinn der Trophy bei der Internationalen Sechstagefahrt in Spindleruv Mlyn/CSSR durch die DDR-Nationalmannschaft - alle auf MZ - mit Werner Salevsky, Peter Uhlig, Bernd Uhlmann, Horst Lohr, Hans Weber und Günter Baumann beginnt eine beispiellose Erfolgsserie, die mit fünf weiteren Trophy-Siegen fortgesetzt wird:
1964 Erfurt - DDR-Mannschaft in gleicher Besetzung wie 1963
1965 Isle of Man/England - Neu dabei: Karlheinz Wagner
1966 Schweden
1967 Zakopane
1969 Garmisch-Partenkirchen
1964 Von den 18 Siegen im Straßenrennsport zählen der von Alan Shepherd auf der Viertelliter-MZ in Daytona/USA herausgefahrene Sieg beim Weltmeisterschaftslauf besonders. Mit Heinz Rosner und Dieter Krumpholz sind weitere talentierte Fahrer zum MZ-Werks-Rennteam gestoßen.
1965 Nach Betriebsteil Mühlbach (1963) kommt das Lager Niederau zu MZ. Das Motorradwerk Zschopau erreicht die höchste Jahresproduktion an Motorrädern: 90.000 Stück. - ES 125 - 44.000, ES 175 - 15.000, ES 250 - 31.000.
Von 1961 bis 1971 werden 256.928 MZ Motorräder exportiert. Viele Neuerungsvorschläge von Werksangehörigen bringen Nutzen in Millionenhöhe. Die Fertigungszeit pro Motorrad (ES 250) wird von 28,7 Stunden (1961) auf 24,2 Stunden gesenkt.
1966 W. Salevsky gewinnt nach 1961, 1962 den Alpenpokal zum dritten Mal.
1967 Peter Uhlig, Bernd Uhlmann und Karlheinz Wagner holen sich die Europa-Pokale.
1968 Peter Uhlig auf MZ 175 und Werner Salevsky auf der MZ 250 werden Europameister im Motorgeländesport.
1969 Als verbesserte Modelle werden die ES 125/1 und 150/1 gefertigt. Mit den gleichen Motoren wie die ES-Typen rollen die ETS-Modelle mit Telegabelfahrwerk vom Band. Mit der MZ ETS 250 wird die Ablösung der MZ-Vollschwingenfahrzeuge eingeleitet.
1970 21.06. - Das Einmillionste MZ-Motorrad seit 1950, eine ETS 250 Trophy-Sport, ist fertiggestellt. 29.200 MZ-Motorräder kommen zum Export.
Das Motorradwerk Zschopau wird bei Gründung des IFA-Kombinats für Zweiradfahrzeuge Suhl diesem zugeschlagen. Dadurch erfolgt statt einer Verkürzung eine Verlängerung der Verwaltungswege.
1971 Fred Willamowski wird Europameister in der Klasse über 350 ccm. Die MZ-Mannschaft erreicht bei den Six-Days den 3. Platz. Der Export von MZ-Motorrädern erreicht 50 Prozent. Kunden in 65 Ländern kaufen die Zschopauer Motorräder.
1972 Dem Motorradwerk werden die ehemaligen Privatbetriebe Fa. Grünert, Hetzdorf und Fa. Stoye, Leipzig, angegliedert.
1973 Beginn der Produktion der Typenreihe TS 150.
1974 Die MZ-Mannschaft kommt bei der Internationalen Sechstagefahrt auf einen hervorragenden 2. Platz. Frank Schubert wird nach 1971, 1972 zum dritten Male Vizeeuropameister in der Klasse bis 250 ccm.
1975 Von 1971 bis 1975 werden 410.000 MZ-Motorräder produziert. 1975 allein 92.000 Stück, davon 45.000 für den Export.
1976 Eine weiterentwickelte TS 250/1 mit Fünfganggetriebe geht in Produktion. MZ beendet das Engagement im Straßenrennsport.
1977 Die ES 125/150 wird nach 15 Jahren aus dem Programm genommen. Mit 340.500 Stück ist diese Type ES 150 und ES 150/1 das bisher am meisten produzierte Modell des Motorradwerkes Zschopau.
1978 Betriebsteile in Gornau und Brand-Erbisdorf werden dem Motorradwerk Zschopau angeschlossen. Manfred Jäger wird Europameister auf MZ 500/G.
1981 Die ETZ 250 geht ab April in Serie und löst die seit 8 Jahren gebaute TS-Reihe ab. Der Motor dieses Modells bringt 21 PS Leistung. Damit beginnt die Erneuerung der gesamten Produktionspalette. Eine erste Produktionshalle am Neubaustandort Hohndorf wird in Betrieb genommen.
In den Jahren 1981, 1983 und 1984 werden Jens Scheffler, 1983, 1984 und 1985 Harald Sturm Europameister ihrer Klassen.
1982 83.000 Motorräder werden produziert, davon 58.000 für den Export in das sogenannte Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet (NSW), 14.000 in RGW-(Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe)-Staaten und nur 11.000 bleiben für den Verkauf in der DDR.
1983 07.07. - Das Zweimillionste MZ-Motorrad läuft vom Band.
1985 Von der TS 150 werden von 1973 bis 1985 insgesamt 326.000 Stück produziert.
1987 Obwohl die Kapazitäten nicht restlos ausgelastet sind, werden täglich im Zschopauer Motorradwerk 300 Maschinen vom Band gelassen. Mangel an Material und Arbeitskräften verhindern eine höhere Produktionszahl.
Zur 62. Internationalen Sechstagefahrt in Jelenia Gora/Polen gewinnen MZ- und Simsonfahrer in der DDR-Nationalmannschaft erneut die Enduro-Weltmeisterschaf. Auch die Junioren erringen den Weltmeistertitel.
1988 Mit der Inbetriebnahme einer neuen Produktionshalle und des Heizhauses wird der Standort Hohndorf weiter ausgebaut. 14.12. - Mit der ETZ 251 wird das letzte serienmäßig gebaute Modell zum Produktionsanlauf gebracht.
1989 Beim 35. "Rund um die MZ-Stadt Zschopau" holt sich Uwe Weber den Gesamtsieg vor Harald Sturm.
Ende des Jahres erfolgt der Probelauf eines MZ-Viertakters.
1990 05.03. - Die Vertrauensleutevollversammlung nimmt zur Situation bei MZ Stellung. Die Betriebsleitung hofft, die Arbeitsplätze für 3.200 Beschäftigte erhalten zu können und eine Produktion von 70.000 Motorrädern zu erreichen. Angesicht der bevorstehenden Einbeziehung in das DM-Gebiet und damit in das kapitalistische Wirtschaftssystem werden aber Schwierigkeiten im Absatz und damit in der Arbeitsplatzsicherung befürchtet. (Aber keiner ahnte, was dann wirklich kam.) Die MZ-Betriebsschule feiert ihr 50jähriges Bestehen. Tausende junge Facharbeiter wurden ausgebildet. Seit 30 Jahren erfolgte im Motorradwerk auch polytechnischer Unterricht.
09.07. - Nach der Währungsumstellung auf DM nimmt die "Treuhand" ihre Arbeit zur Privatisierung der ehemals volkseigenen Betriebe auf.
01.09. - Umwandlung des VEB Motorradwerk Zschopau in eine GmbH, von der "Treuhand", der einzigen Gesellschafterin, überwacht.
Insgesamt wurden bei MZ von 1950 bis 1990 2.545.112 Motorräder produziert. "Rund um Zschopau" wird als Weltmeisterschaftslauf durchgeführt. 138 Endurospezialisten aus 9 Ländern sind am Start.
Das Wegbrechen des bisherigen Absatzmarktes in den ost- und südosteuropäischen Staaten führt zu drastischem Produktionsrückgang und zur Entlassung vieler Arbeitskräfte.

 

1991 bis 1997
Liquidation des Motorradwerkes Zschopau - Neubeginn durch MuZ und MZ-B
1991 nur noch 1950 Beschäftigte im Motorradwerk.
19.11. - Das von der "Treuhand" vorgelegte Sanierungskonzept sieht eine Motorradfertigung mit nur noch 250 Beschäftigten vor. Die Betriebsleitung verweigert diesem Konzept, das radikales Schrumpfen der Fertigung mit Massenentlassungen bedeutet, ihre Zustimmung.
18.12. - Die "Treuhand" beschließt die Liquidation des Betriebs mit Jahresende. Dem Betriebsrat gelingt es, einen Aufschub der Liquidation bis 30.06.1992 zu erreichen. Bedingung: Die Beschäftigten müssen 10 Prozent des Lohnes als zinsloses Darlehen dem Motorradwerk zur Verfügung stellen.
01.04. - Produktionsaufnahme der Typenreihe "Fun".
13.04. - Produktionsaufnahme der Typenreihe "Saxon Tour".
01.07. - Gründung des "Motorrad- und Zweiradwerkes GmbH" (MuZ) mit 80 Beschäftigten. Die Geschäftsführung bei MuZ übernimmt Petr-Karel Korous. Im September wird die neue Modellpalette vorgestellt: "Silver Star Classic 500", Saxon Country", im Oktober die "Skorpion"-Baureihe.
1993 Zeitweilig 250 Beschäftigte. Umzug der Verwaltung in das neugebaute Produktions- und Verwaltungsgebäude in Hohndorf.
1994 Im Februar rollt das letzte Motorrad, eine "Saxon Sportstar" 125 ccm vom Montageband des alten Zschopauer Motorradwerkes. Damit enden 72 Jahre Motorradfertigung im Dischautal. Von nun an wird die Fertigung der "Skorpion", Saxon Country", Saxon Sportstar", "Saxon Tour" und des Elektrorollers "Charly" in Hohndorf durchgeführt
1995 Dem Werk droht erneut das Ende. Die Zweitaktbaureihe (außer 125er "Sportstar") wird an die Türkei verkauft.
1996 Im Altwerk beginnt das Unternehmen "MZ-B Fahrzeug GmbH" die Produktion der "RT 125 Classic", einer "Horex Chopper Imperator 125" und "Horex Regent".
Das malaysische Unternehmen Hong Leong Ind. übernimmt am 01.09.1996 MuZ. Eine Jahresproduktion von zunächst 5.000 Stück wird angestrebt.
Für die Mitarbeiter hat mit der Übernahme eine neue Zukunft begonnen, die den Bemühungen der letzten Jahre um eine Produktionspalette sowie der Firmenphilosophie entscheidende Impulse gibt. Der Einsatzt von hochqualivizierten und motivierten Mitarbeitern, zukunftsorientierten Investitionen in Forschung und Entwicklung in Verbindung mit moderner Fertigung und konsequenten Qualitätswesen kennzeichnen den neuen Weg. MuZ bietet 13 Modelle. Sie basieren auf Baureihen mit 500 ccm und 660 ccm Einzylindermotoren. Konsequent sportliche Motorräder, reisetaugliche Tourenmaschinen, klassische Modelle - darunter auch ein Gespann - sowie neue Funbikes und Enduros sind Beweis für ein ausgewogenes Programm.
Mit dem Enduro Cup-Lauf 1996 "In und um Zschopau" wird eine die Zuschauer begeisternde Form des Motorradsports gefunden.
1997 MuZ baut die Modelle "Country" und "Tour" nur noch auf Bestellung, bringt aber mit den Modellen "Traveller", Replica", "Tour" und "Sport" aus der Reihe Skorpion 660 eine breite Palette von 660 ccm Viertaktern, außerdem neu die Enduro "Baghira", das Funbike "Mastiff" und den Roller "Moskito".
Im Sommer werden bei MuZ die Enduro "Baghira" und das Funbike "Mastiff" in die Serienproduktion überführt.
Im Standort Hohndorf sind 130 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 10 Auszubildende.
1998 Am 09.09. muß die "MZ-B Fahrzeug GmbH" Insolvenz anmelden.
1999 Im Oktober wird bei MuZ die neue RT 125 mit Viertaktmotor vorgestellt. MuZ wird in MZ "rückbenannt".
2000 Beginn der Serienproduktion RT 125 im März. Damit findet erstmals ein in Zschopau entwickelter Viertaktmotor Anwendung.
Im September wird auf der Intermot in München die Studie der MZ 1000 S präsentiert. Außerdem werden die neuen Modelle MZ 125 SM und MZ 125 SX der Öffentlichkeit vorgestellt.
2001 Die Produktion der Modelle 125 SM und 125 SX wird aufgenommen.
2002 Der 10.000ste Elektroroller "Charly" wird bei MZ gefertigt.

 

 
 
 
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