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Schloss Wildeck
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Schloss Wildeck 109405 Zschopau

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Öffnungszeiten Schloss & Museen:

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November bis März

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Sa. 10.00 - 16.00 Uhr
So. 10.00 - 16.00 Uhr

Schließtage: 24./25./31.12.


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Öffnungszeiten Bürgerbüro
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(nur das Meldeamt nach Terminvereinbarung im Falle dringender Reisepass- und Ausweis-
angelegenheiten)
  • Rasmussen

    Rasmussen

  • Ausstellung07

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  • Ausstellung03

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  • Classic-Zuverlaessikeitsfahrt

    Classic-Zuverlaessikeitsfahrt

  • Enduro02

    Enduro02

Geschichte - 1932 bis 1950

1932 bis 1945
Auto Union AG - Werk DKW
1932 Ab 01.01.1932 treten die fusionierten Audi-, Horch- und DKW-Werke unter dem Firmennamen Auto Union AG auf. Hinzukauf der Automobilabteilung der Wanderer Werke Chemnitz. Mit Fabrikationsstätten in Berlin-Spandau (Holzkarosseriebau), Siegmar (Automobilbau), Zschopau (Motoren- und Mototrradbau) und Zwickau (Automobilbau) mit 4.500 in diesen Werken tätigen Beschäftigten ist ein großer deutscher Fahrzeugkonzern entstanden. Filialen und Kundendienstwerkstätten werden zur Auto Union Filialen GmbH zusammengefaßt.
Dr. Ingenieur Herbert Venediger wird Leiter der Entwicklungs- und Versuchsabteilung in Zschopau. Mit dem Erwerb der Allein-Lizenz des von Professor Schnürle entwickelten Umkehrspülungsverfahrens erlangt DKW die Grundlagen für eine neue Generation von Zweitakt-Motoren.
1933 Die Belebung des Umsatzes führt zur Neueinstellung von Beschäftigten.
Im Zschopauer Werk und bei Rota arbeiten 1.699 Beschäftigte, 9.300 Motorräder werden produziert.
1934 Rasmussen wird aus dem Vorstand, der von ihm, Dr. Richard Bruhn (Sächsische Staatsbank) und C. D. Freiherr von Oertzen (Wanderer-Werke) gebildet worden war, per 31.12.1934 ohne Begründung und Einhaltung von Fristen durch Kündigung ausgeschlossen. Erst 1938 erfährt er durch Schiedsspruch eine Teilentschädigung von 1,3 Millionen Reichsmark.
Die Auto Union beschäftigt in 12 Werken über 13.000 Arbeiter und Angestellte. Sie wird mit einem Großteil ihrer Fertigung in das anlaufende Rüstungsprogramm einbezogen. Im DKW-Werk in Zschopau 3.340 Beschäftigte, darunter eine kleine antifaschistische Widerstandsgruppe.
350.000stes Motorrad produziert, 23.523 DKW-Motorräder in Deutschland zugelassen (31,4 Prozent aller Zulassungen)
1935 William Werner (Horch) nimmt Rasmussens Posten im Vorstand ein. Die Verwaltung und verschiedene Abteilungen der Auto Union werden von Zschopau nach Chemnitz verlagert.
Die Zulassung von DKW-Motorrädern steigt auf 36.847 (35,9%).
Über 5.000 Motorradhändler in Europa und Übersee verkaufen DKW-Maschinen.
Die Rennerfolge von DKW steigen von Jahr zu Jahr. 1935 werden in 20 nationalen und internationalen Rennen 20 Siege errungen. Arthur Geiss wird Deutscher- und Europa-Meister in der 250 ccm Klasse.
1936 Durch die Autarkiebestrebungen des nationalsozialistischen Vierjahres-Planes und den daraus resultierenden Devisenmangel ergeben sich Schwierigkeiten bei der Auslieferung - Mangel an Motorradreifen. Das führt zu zeitweiliger Kurzarbeit.
Zulassung von 43.581 DKW-Motorrädern in Deutschland (34,6%).
38 Siege werden mit DKW-Rennmaschinen errungen und in 4 von 5 Klassen werden die Fahrer Kluge, Müller, Braun und Karmann Deutsche Meister.
1937 Der Export von DKW-Motorrädern steigt von 11.367 auf 15.170 im Jahr 1938. Durch den Devisenerlös erhöht sich die Zuweisung von kontingentiertem Rohmaterial. Die Umsätze der Auto Union AG sind von 40 Millionen Reichsmark im Geschäftsjahr 1931/1932 auf 270 Millionen Reichsmark 1937/1938 gestiegen.
Ewald Kluge erreicht mit seiner 250 ccm DKW-Maschine die Rekordgeschwindigkeit von 183,2 km/h.
1938 Die Zahl der Beschäftigten der Auto Union wächst auf 22.673. Der Exportumsatz beträgt 38 Millionen Reichsmark. 44.637 DKW-Motorräder werden in Deutschland zugelassen (29,3%). Das DKW-Modell NZ 350 wird in großen Stückzahlen an die Wehrmacht ausgeliefert, die Termine sind mit den Kriegsplanungen abgestimmt.
Baubeginn für eine neue Arbeitersiedlung für DKW auf dem Zschopenberg - "Neue Heimat".
Ewald Kluge wird auf der DKW-Drehschieber 250 ccm Deutscher- und Europa-Meister.
4.316 (3.935 Arbeiter und Angestellte + 381 Lehrlinge) sind bei DKW beschäftigt.
1939 Die Zulassung von DKW-Motorrädern sinkt infolge der Kriegsvorbereitungen und des Kriegsbeginns auf 36.457 (30,6%). Durch Einberufung sinkt die Beschäftigtenzahl auf 4.100 ab. Die unter Leitung von Hermann Weber konstruierte RT 125, die an die Stelle der RT 100 tritt, leitet eine neue Ära im Motorradbau ein. Sie wird nach dem Krieg das am meisten kopierte und nachgebaute Motorrad der Welt.
Das 500.000ste Motorrad läuft vom Band. Im 2. Halbjahr wird wegen des Krieges die Produktion von zivilen Luxusmodellen eingestellt.
Die Rennabteilung wird aufgelöst.
1940 Die Produktion der RT 100, die mit 72.000 Stück das am meisten verkaufte DKW-Motorrad war, wird zugunsten der RT 125 und der NZ 350 eingestellt.
Die Beschäftigtenzahl sinkt auf 3.900.
Anstelle der laufend zurückgehenden Motorradproduktion steigt die Fertigung von stationären Motoren für Löschaggregate und Wehrmachtsbedarf. Die Produktion von Flugmotorenteilen für die Auto Union-Tochtergesellschaft Mitteldeutsche Motorenwerke Taucha (MIMO) wird im DKW-Werk aufgenommen.
1941 Die Auto Union kann durch Rüstungsproduktion ihren Umsatz von 1939 260 Millionen Reichsmark auf 392 Millionen Reichsmark steigern. Die Auto-Union-Direktoren Dr. Bruhn und Werner sind als Mitglieder staatlicher Lenkungsorgane führend an der Leitung der deutschen Kriegs- und Rüstungswirtschaft beteiligt.
33.646 stationäre DKW-Motoren und 20.254 DKW-Motorräder werden produziert. Die RT 125 wird als Wehrmachtsausführung gefertigt.
1942 Nur noch 7.000 DKW-Motorräder verlassen das Werk. Dagegen nimmt der Anteil an der Flugmotorenproduktion der MIMO stark zu. Zu den 3.500 Beschäftigten zählen in wachsendem Maße Arbeitskräfte aus den von der Wehrmacht besetzten Ländern und Kriegsgefangenen, für die in Zschopau Barackenlager und Gasthöfe als Unterkünfte ausgebaut werden.
1943 Der Umsatz der Auto Union steigt auf 540 Millionen Reichsmark. Der Gewinn wird zu zweimaligen Aktienkapitalerhöhungen auf 30 Millionen Reichsmark genutzt.
1944 Der Auto-Union-Umsatz erreicht mit 740,25 Millionen Reichsmark seinen Höchststand. Die Gewinne werden zum Kauf oder zur Aktienbeteiligung an vielen Unternehmen in Deutschland oder besetzten Ländern genutzt. Unter den auf 3.800 angestiegenen Beschäftigten des DKW-Werkes sind neben 893 sogenannten Fremdarbeitern ab Herbst 500 jüdische Frauen und Mädchen aus Auschwitz, die ein Arbeitskommando des Konzentrationslagers Flossenberg bilden, eingesetzt.
1945 Das Werk entgeht durch glückliche Umstände der Bombardierung durch die alliierten Luftstreitkräfte, dafür trifft es die DKW-Siedlung und das Ledigenwohnheim, wo Tode zu beklagen sind.
Am 14. April werden die KZ-Häftlingsfrauen aus Zschopau und Wilischthal in offenen Güterwaggons abtransportiert. Viele überleben diesen Todestransport nicht. Vor den im Rahmen der Prager Operation herannahenden sowjetischen Truppen flüchtet der Auto-Union-Vorstand aus Chemnitz in das von den amerikanischen Truppen besetzte Zwickau. Sowjetische Truppen besetzen am 8. Mai Zschopau.

 

1945 bis 1950
Demontage und Neuanfang in Wilischthal
1945 Am 3. Juli beginnt die Demontage des DKW-Werkes auf Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht.Der gesamte Maschinenpark wird verpackt und in die Sowjetunion abtransportiert. Die Sprengung der Werksgebäude kann durch einige ehemalige Werksangehörige mit Unterstützung des Bürgermeisters Heinz Seidel nach Verhandlungen mit der sowjetischen Besatzungsverwaltung verhindert werden. Eine Gruppe von Ingenieuren mit Hermann Weber, Heydenreich und Schmidt wird zum Aufbau der demontierten Werksanlagen nach Ishewsk gebracht. Sie kehren 1948 zurück. Hermann Weber stirbt in Ishewsk.
24. September - eine Gruppe von Arbeitern und Angestellten gründet die "Maschinenbaugenossenschaft (DKW) e.G.m.b.H. Zschopau". Mit 39 veralteten Maschinen werden Küchen- und Imkergeräte, Ofengestelle und Werkzeuge, vor allem zur Brennholzgewinnung, gefertigt. Eine Fertigungsstätte auf dem Zschopauer Bahnhofsgelände führt Reparaturen an beschädigten Eisenbahnwaggons aus.
Beschäftigungszahl Ende Oktober: 150.
Ende des Jahres Überführung der Genossenschaft in das "Sächsische Aufbauwerk".
1946 Im Frühjahr wird der Betrieb aufgrund des SMAD-Befehls 170 mit der Ersatzteilfertigung für das gesamte DKW-Programm beauftragt. Fertigung in vier Werkhallen. Im sowjetischen Konstruktionsbüro 10 in Chemnitz beschäftigen sich die Ingenieure Bang, Bergauer, Prüssing u.a., insgesamt 70 Personen, mit der Neukonstruktion von Motorrädern und dem Musterbau. Bis August werden als Reparaturen 632 Motoren E 203 produziert. Zur Leipziger Herbstmesse werden stationäre DKW-Motoren ausgestellt. Durch Volksentscheid in Sachsen wird am 30. Juni die Auto Union AG enteignet. Mit dem 1. Juli erfolgt die Eingliederung des DKW-Werkes in die Industrie-Verwaltung Fahrzeugbau unter der Firmenbezeichnung "IFA-Motorradwerk Zschopau".
271 Beschäftigte.
Ende des Jahres Verlagerung des Betriebes nach Wilischthal von der Besatzungsmacht angeordnet. Betriebsbezeichnung: "IFA-Werk DKW, Grießbach, Post Wilischthal".
1947 Die ebensfalls durch Volksentscheid enteigneten Werke 1 und 2 der Metall-Industrie GmbH (Blauwerke) werden von der Industrie-Verwaltung 19 dem DKW-Werk übereignet. Durch Vergrößerung der Betriebsfläche, aber ernster Mängel an maschineller Ausrüstung, Rohmaterialien und Finanzmitteln.
Entwicklung eines Leichtmotorrades L 60, das aber als Fehlkonstruktion verworfen wird. Im sowjetischen Konstruktionsbüro wird eine 250 ccm Maschine mit 2-Zylinder-Boxermotor und Kardanantrieb konstruiert.
1948 Wiederaufnahme der Produktion der RT 125 wird vorbereitet. Nach der Währungsreform im Juni allmähliche Verbesserung der maschinellen Ausrüstung des DKW-Werkes.
1949 05.09. - Freigabe des Motorradwerkes Zschopau für die Motorradproduktion durch die SMAD. Ausstellung von 3 RT 125 auf der Leipziger Frühjahrsmesse. Ansteigen der Belegschaftszahl von 398 auf 445.
Der im IFA-Versuch tätige Ingenieur Kurt Kämpf und der ehemalige OD-Werksfahrer Hermann Scherzer entwickeln eine IFA-RT-125-Rennmaschine, die erstmalig im Juli beim "Stralsunder Bäderrennen" eingesetzt wird.

 

 
 
 
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