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Schloss Wildeck
Adresse:
Schloss Wildeck 109405 Zschopau

Telefon: +49 (0)3725 287170

Fax: +49 (0)3725 287180

Öffnungszeiten Schloss & Museen:

April bis Oktober

Mo.

10.00 - 17.00 Uhr

Di.

10.00 - 17.00 Uhr

Mi.

10.00 - 17.00 Uhr

Do.

10.00 - 17.00 Uhr

Fr.

10.00 - 17.00 Uhr

Sa.

10.00 - 17.00 Uhr

So.

10.00 - 17.00 Uhr

November bis März

Mo.

10.00 - 16.00 Uhr

Di.

10.00 - 16.00 Uhr

Mi.

10.00 - 16.00 Uhr

Do. 10.00 - 16.00 Uhr
Fr. 10.00 - 16.00 Uhr
Sa. 10.00 - 16.00 Uhr
So. 10.00 - 16.00 Uhr

Schließtage: 24./25./31.12.


Öffnungszeiten Schlossgarten:

April - Okt.   

10.00 - 18.00 Uhr

Nov. - März

10.00 - 16.00 Uhr

Bürgerbüro / Touristinfo
Adresse:
Altmarkt 209405 Zschopau

Telefon: +49 (0)3725 2870

Fax: +49 (0)3725 287222

Webseite: http://www.zschopau.de

Öffnungszeiten:

Mo.

09.00 - 15.00 Uhr

Di.

09.00 - 18.00 Uhr

Mi.

09.00 - 14.00 Uhr
(Ämter der Stadtverwaltung geschlossen)

Do.

09.00 - 17.00 Uhr

Fr.

09.00 - 14.00 Uhr

Sa.

(nur das Meldeamt nach Terminvereinbarung)

Montag, Dienstag und Donnerstag ist das Bürgerbüro von 12.00 bis 13.00 Uhr geschlossen.

  • Schloss07

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Schloss Wildeck - Geschichte - Teil II

II. Frans Hougenberg, Schloß Wildeck, Kupferstich 1617 (Ausschnitt)

Die mittelalterliche Burg

Über das Aussehen der mittelalterlichen Burg wissen wir nichts Genaues.
Die älteste bildliche Darstellung stammt von dem damals sehr bekannten Kupferstecher Hougenberg aus dem Jahr 1617. Doch dieser Kupferstich zeigt das Schloss nicht so, wie es damals nachweislich ausgesehen hat. Auch die in der Ferne erkennbare Augustusburg zeigt nicht die bekannte Silhouette. Es gibt nun die Theorie, dass Hougenberg als Vorlage eine Zeichnung benutzt hat, die noch die mittelalterliche Burg darstellte. Wenn das stimmt und das Schloss nicht einfach der Phantasie des Künstlers entsprungen ist, hätte die Burg recht eigenwillig ausgesehen.

Schloss Wildeck als kurfürstliches Jagdschloss      thumb 2

1545 - 47 ließ Herzog Moritz von Sachsen anstelle der Burg das jetzige Schloss erbauen. Auf die Gestalt dieses Renaissancebaues kommen wir später noch einmal zurück.
Sicher ist das Schloss hauptsächlich als Jagdschloss erbaut worden, und tatsächlich war es kurz nach seiner Vollendung Schauplatz eines großartigen Jagdvergnügens: Im Jahre 1549 war Ferdinand I. - damals Erzherzog von Österreich und König von Böhmen, später deutscher Kaiser - zu Besuch bei dem nunmehrigen Kurfürsten Moritz. Die beiden waren durch Freundschaft und politische Interessen miteinander verbunden. Dem hohen Gast zu Ehren wurden zahlreiche Jagden veranstaltet. Die Jagdgesellschaft war riesig: Über 500 Pferde, dazu Hunde, Wagen, Diener und vieles andere mehr gehörten zum Gefolge. Auch die Hofkapelle war dabei, und einer ihrer Musiker, ein Italiener, hat über diese Tage Chronik geführt. Er schreibt, dass die erlauchte Gesellschaft, nachdem die Jagd bei Dresden beendet war, sich abends nach Tharandt begeben habe, wo am anderen Morgen eine prächtige Bärenjagd stattfand. Hierauf gelangte sie am 8. August nach Zschopau, "der Stadt am Fluss gleichen Namens und ebenfalls mit einem schönen Schlosse bei einem großen Walde." Hier wird wiederum eine Jagd veranstaltet, ähnlich wie die erste. Bei dieser wurden 23 Bären erlegt, wobei eine Menge Hunde draufgingen und viele verwundet wurden. In Zschopau hatte der Kurfürst auch ein Turnier nach italienischer und deutscher Art angeordnet. Dabei saßen die Reiter auf einem sehr großen Streitrosse mit einer so dicken und schweren Rüstung, dass sie sich kaum bewegen konnten. Die Lanzen waren so lang, dass ein Mann Mühe hatte, sie einigermaßen zu führen; das Eisen daran wog allein 5 Pfund. Um sie an ihrem hinteren Ende halten zu können, war an der rechten Seite der Rüstung ein großer Haken, in den die Lanze eingelegt wurde. Der Zusammenprall der Ritter war oft so heftig, dass beide aus dem Sattel geworfen wurden. Von dem Zschopauer Turnier wird berichtet, dass Herzog Moritz mit Erzherzog Ferdinand im Zweikampf so heftig zusammenstieß, "wie es seit Menschengedenken niemals eingetreten war." Die Lanze zersplitterte an der Brust des Erzherzogs, und beide stürzten zu Boden, während sich die Pferde kaum auf der Hinterhand halten konnten. - Es scheint den beiden aber nichts weiter passiert zu sein, denn am anderen Morgen fand schon wieder eine Jagd statt, diesmal auf Hirsche; dann zog die Gesellschaft weiter zur Besichtigung der Silberbergwerke nach Freiberg und zur Jagd nach Marienberg.

 
 
 
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