Historischer Altstadtkern
Die Altstadt
von Zschopau steht mit ihrem mittelalterlichen Stadtgrundriss unter Denkmalschutz. In den Jahren 1634 und 1748 vernichteten Stadtbrände bis auf wenige Ausnahmen die gesamte Bausubstanz innerhalb der Stadtmauer. Der überwiegende Teil der Gebäude stammt aus der Mitte der 18. Jahrhunderts aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem letzten Stadtbrand. Neben bedeutenden Einzelbauwerken, die das Stadtbild und die Stadtsilhouette prägen, wie z. B. Schloss Wildeck, Stadtkirche St. Martin, sind es der ungewöhnlich dichte Bestand an Bürgerhäusern aus der 2. Hälfte des18. Jahrhunderts, die in einfachem Barockstil das Stadtbild beherrschen.
Schloss Wildeck:
Kurfürst Moritz von Sachsen ließ in den Jahren von 1545 bis 1547 die mittelalterliche Wehranlage zum Jagdschloss umbauen. Das heutige Erscheinungsbild des Schlosses ist durch Gebäude mehrerer Epochen geprägt. So bemerkt der Besucher als erstes den Bergfried, genannt „Dicker Heinrich“ – das wahrscheinlich älteste Bauwerk Zschopaus – in romanischem Baustil. Die Gebäude aus dem 16. Jahrhundert vertreten die Epoche der Renaissance. Aus dieser Zeit sind im Inneren des Gebäudes wertvolle bemalte Holzdecken erhalten, z. B. Brettfelderdecken im ersten Obergeschoss in der „Gelben Cammer“ und dem „Roten Saal“ und Holzkassettendecken im zweiten Obergeschoss in der „Blau-weißen Stube“ und im „Grünen Saal“. In der Zeit des Barock und Klassizismus wurden Um- bzw. Anbauten am Schloss Wildeck vorgenommen. Neben den o. g. historischen Räumen stehen dem Besucher ein Stadtmuseum, ein Motorradmuseum, ein historisches Buchdruckmuseum mit Buchbinderei und Stempelabteilung, Münzwerkstatt, die Stadtbibliothek, Touristinformation, Vereinsräume und eine alte Zisterne für den Besuch offen.
Der Bergfried
"Dicker Heinrich" ist begehbar. Von seiner Plattform aus genießt man einen herrlichen Blick über Stadt und Umgebung.
Stadtkirche St. Martins:
Die ehemals spätgotische Hallenkirche wurde beim Stadtbrand 1748 fast völlig zerstört. Unter Einbeziehung des gotischen Chores wurde sie 1751 als barocke Saalkirche wieder errichtet. Sie beherbergt die drittgrößte Barockorgel Sachsens. Bemerkenswert ist ebenfalls der klassizistische Kanzelaltar. Der Turm der Kirche wurde erst 1798 fertig gestellt. Gegenwärtig wird die St. Martinskirche umfassend saniert.
Neues Rathaus:
Das Gebäude wurde im Baustil der Renaissance 1561 von Landjägermeister Cornelius von Rüxleben als Edelhaus erbaut. Der Stadtbrand von 1748 vernichtete große Teile des Gebäudes. Das heutige Erscheinungsbild ist deshalb von dem Wiederaufbau von 1751 im barocken Baustil geprägt.
Altes Rathaus:
1495 wurde das alte Rathaus im Baustil der Renaissance errichtet. Durch die wechselvolle Geschichte des Gebäudes erfolgten häufige Umbauten. Die noch heute prägenden Veränderungen fanden 1920 statt. Damals entstanden der Ratssaal sowie die Eingangsportale zum Rathaus und zum Ratskeller. Das auf dem Turm befindliche Glockenspiel stiftete Jörgen Skafte Rasmussen, der Gründer des Motorradwerkes Zschopau. Die Messingglocken des Glockenspiels können Sie täglich 9.00, 13.00, 18.00 Uhr und zusätzlich donnerstags 14.15 Uhr hören.